Wie Du Social Commerce für Dein Business nutzen kannst

Celina Rerop
Celina Rerop

Social Commerce - Was ist das?

Social Commerce beschreibt den Vertrieb auf Social Media-Kanälen und verbindet den Kaufprozess mit sozialen Plattformen. Kunden werden Kaufempfehlungen aufgrund ihres persönlichen Nutzerverhaltens über die sozialen Netzwerke gegeben. Finden Kunden ein Produkt in ihrem Feed, das ihnen gefällt, können sie dieses direkt über den Kanal, respektive die jeweilige App, kaufen.

Social Commerce beinhaltet also den Weg des gesamten Kaufprozesses und ist daher nicht mit Social Media-Marketing zu verwechseln, da dort die Kunden zum Kauf inspiriert werden, um diesen auf einer anderen Plattform, meist den Onlineshop des Unternehmens, abzuschließen. 

Social Commerce und wie Du es für Dein Business anwenden kannst - genau zu diesem Thema haben wir zwei Webinare veranstaltet. In Kooperation mit der Content-Marketing Agentur und Experten zu diesem Thema - suxeedo. Du konntest nicht daran teilnehmen? Kein Problem, hier kommst Du zum Recording des zweiten Webinars.   

"Social Commerce ist das moderne Shopping-Center unserer Zeit. Wir stehen in Deutschland gerade erst im Erdgeschoss eines Wolkenkratzers." - Aber warum ist das so?

Im Raum DACH werden noch keine virtuellen Kassen auf dem jeweiligen Social Network angeboten, sodass die Kunden für den Check-out in jedem Fall noch einmal die Website wechseln oder das Ladengeschäft besuchen müssen. Im deutschsprachigen Raum ist für viele Unternehmen die Kombination aus Social Media und dem stationären Handel noch immer eine große Herausforderung. Das Stichwort hier ist "Omnichannel" - viele Unternehmen greifen auf erfolgreiche Omnichannel-Modelle, wie ein Click-and-Collect System zurück. Dabei bestellen die Kunden die Ware über Social Media oder den Onlineshop und können diese dann in der Filiale abholen. Allerdings wittern immer mehr Unternehmen im DACH-Raum die Chance, neue Vertriebskanäle zu nutzen, um so einen besseren Zugang zur jüngeren Zielgruppe zu erlagen.   

Instagram Shopping Features

(Quelle: blog.squarelovin.com)

Die Zahl der Social Media-Nutzer:innen betrug Anfang 2021 circa 4,2 Milliarden und liegt in diesem Jahr schon bei 4,6 Milliarden. Das macht mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung aus. Diese Zahl entspricht fast in etwas der Zielgruppe von Social Commerce, da es sich an jeden Einzelnen richtet, der sich entsprechend auf den sozialen Medien bewegt. 90 Prozent aller Online Shopper:innen nutzen Social Media, wovon 38 Prozent dieser Gruppe durch ihre Social Media-Kanäle auf neue Produkte aufmerksam werden. Am liebsten shoppen Gen Z und Millennials auf Social Media. Aber auch Gen X und Baby Boomer können sich zukünftig auf Social Networks einzukaufen. 

Statista Social Commerce Statistiken

(Quelle: Statista.com)

Bei Social Commerce profitieren die Nutzer:innen davon, dass sie sich ohnehin bereits auf dem Network befinden und sie daher Inspiration und Einkauf direkt miteinander verbinden können. Es bedeutet also kürzere Wege und effektivere Einkäufe für die Kunden. Aber auch für die Händler lassen sich natürlich einige Vorteile identifizieren:  

  • Die Infrastruktur existiert bereits. 
  • Die Kanäle sprechen unterschiedliche Zielgruppen an. 
  • Soziale Netzwerke wachsen immer weiter. 

Wie Du Social Commerce richtig umsetzt 

Grundlage für erfolgreiches Social Commerce sind attraktive Produktkataloge, aktive Social Media-Accounts und ein Gespür für die Inszenierung von Postings. Elementar ist außerdem ein zugänglicher Onlineshop. Das Wichtigste ist jedoch die Interaktion mit den Follower:innen, die Du auf den Shop hinweist. Die Produkte sollten authentisch, empathisch und charmant über die sozialen Medien transportiert werden. Hier ist Storytelling gefragt!   

Setzte Anreize und Botschaften, um deine Follower:innen zu einem Kaufprozess zu inspirieren.   

Darüber hinaus sollte die Omnichannel-Strategie eingesetzt werden. Beispielsweise kannst Du die klassischen Produktrezensionen nutzen, um diese für wichtigen oder informierenden Content einzusetzen. Die Reichweite kannst Du ebenfalls nutzen, um bestimmte Aktionen auf Deinen Social Media-Accounts zu veröffentlichen. Beispielsweise Limited Editions, Bundles oder andere attraktive und besondere Angebote, die mit nur einem Klick zu Deinem Onlineshop führen. Laut einer Befragung von GetApp, sind Rabattcodes und Aktionen der Hauptgrund dafür, warum Kund:innen Social Commerce nutzen. Wichtig ist allerdings, dass die Social Media-Kanäle den Onlineshop nicht in den Hintergrund stellen und alle Handlungen gleichzeitig erfolgen.   

Social Commerce bedeutet nicht nur, Deine Produkte direkt über Social Networks zu verkaufen. Vielmehr geht es darum in Dialog mit Deinen Follower:innen zu treten und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst aktiv zu werden.

Als Direktvertreiber können auch Shopping-Beratungen miteingebunden werden, um Emotionen zu wecken und die persönliche Bindung zum Kunden zu stärken.   

Deine Ziele sollten es sein, aus einem Follower einen Shopkunden zu machen, in dem Du

  1. Inspiration bietest
  2. Conversion erzielst
  3. Loyalität zeigst.

Im Fokus steht die Zielgruppe, Stimmungen müssen beobachtet werden und es muss regelmäßig mit dieser kommuniziert werden. Dabei helfen können Live-Events auf Plattformen wie Instagram oder LinkedIn, die das Community Building und Bonding stärken. Spannende Produkte alleine reichen nicht. Erst wenn Du Deine Produkte mit dem richtigen und relevanten Inhalten für Deine Kund:innen koppelst, wird der Kaufprozess langfristig erfolgreich. 

Influencer Commerce 

Influencer lassen sich ideal im Social Commerce einsetzten, da diese die Reichweite steigern und mithilfe von Storytelling inspirieren und Authentizität schaffen. Beispielsweise hat das Unternehmen NA-KD Fashion seine Reichweite fast ausschließlich über Influencer Marketing aufgebaut. Das Produktsortiment ist synchronisiert mit Instagram, um die Kund:innen schon auf der Plattform abzuholen. Außerdem arbeitet NA-KD auch mit Influencern in langfristigen Kooperationen zusammen, bei denen sogar ganze Kollektionen zusammen mit Influencer:innen entwickelt werden.    

Screenshot: Shopping auf Instagram

 

Social Commerce Beispiel Screenshot

(Quelle: Statista.com)

Welche Netzwerke relevant sind

Der Vorreiter des Social Commerce ist Facebook, welches schon 2007 das Potenzial erkannte und seinen Marketplace mit der Kombination aus Social Media und E-Commerce ausbaute, dem sogenannten Discovery Commerce. Seit 2014 lässt sich der "Käufer"-Button in Posts integrieren und führt dazu, dass Produkte direkt in einem Beitrag gepostet werden können. 2020 führte Facebook in den USA den Shopping Tab ein, mit dem Nutzer:innen neue Shops und Produkte entdecken können.

Instagram ist die Plattform, wenn es um Storytelling und Influencer Marketing geht. 2018 hat Instagram mit dem dem Feature "Shops" einen weiteren Fortschritt auf den Weg gebracht. Für Unternehmen ist es nun möglich, einen vollwertigen, eigenen Shop auf Instagram zu erstellen. 

Auch Pinterest nutzt die Plattform als virtuelles Einkaufszentrum. Über den Tag "Shoppen" lassen sich die Produkte in verschiedenen Formaten hervorheben. Mit einem Pin landen die Nutzer:innen im Shop des entsprechenden Unternehmens. Shopify unterstützt seine Kunden bei Pinterest und TikTok mit der Shop-Anbindung. 

Shopping auf Pinterest

(Quelle: wuv.de)

Shopify ist ein E-Commerce-Software mit der Nutzer:innen einen Onlineshop erstellen können, der sich mit verschiedenen sozialen Netzwerken koppeln lässt.

Zukünftig werden aber auch Plattformen wie LinkedIn für B2B-Social Commerce eine wichtige Rolle spielen. Hier steht vor allem das kürzlich ausgerollte Live-Format, LinkedIn Live, im Fokus für Social Commerce Potenziale.

Wie Du Dich am besten vorbereiten kannst 

Leider herrschst in der DACH-Region vorerst noch Stille in Bezug auf Social Commerce. Der Einfluss von Social Media und damit auch von Social Commerce wird hier leider noch unterschätzt. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Welle aus der USA und dem asiatischen Markt schneller zu uns kommt, als wir jetzt noch glauben. Daher ist es wichtig, dass Du darauf vorbereitetet bist, damit sich Social Commerce für Dich zukünftig dirkt auszahlt.

So kannst Du Dich optimal vorbereiten:

  • Schaffe grundlegende Präsenz in verschiedenen Netzwerken 
  • Pflege Deine Social Media-Kanäle  
  • Schaffe Dir schon jetzt Ansatzpunkte des Storytellings und der Inspiration 
  • Verweise mit Back-Links auf Deinen Onlineshop 
  • Verknüpfe Deinen Onlineshop, wenn möglich, mit Deinen Social Media-Kanälen  

Du siehst: ein absolut wichtiger Punkt im Social Commerce ist die regelmäßige Bespielung und Pflege Deiner Social Media-Kanäle. Da bei mehreren Accounts die Gefahr besteht, schnell den Überblick zu verlieren, hilft Dir Facelift Cloud dabei alle Kanäle im Blick zu behalten. Plane und veröffentliche Deinen Content und werte die KPIs Deiner Social Networks aus. Und das mit nur wenigen Klicks. Klingt gut? Dann teste Facelift Cloud jetzt zwei Wochen lang kostenlos und unverbindlich aus. 

 

Für mehr Input zum Thema Social Commerce, lade Dir hier unsere kostenloses Whitepaper in Kooperation mit suxeedo herunter. 

Wenn Du außerdem keine weiteren Events verpassen möchtest, folge unserer Fokusseite auf LinkedIn. Wir informieren Dich dort über all unsere virtuellen Events und teilen mit Dir die Recordings.

Celina Rerop
Celina Rerop

More about the author:

Celina ist derzeit Studentin und unterstützt facelift als Trainee im Marketing. Während ihres Traineeships verantwortet sie den Bereich Social Media und erstellt deutschsprachige digitale Inhalte für den facelift-Blog.