Mehr als 90 Prozent Marktanteil für Facebook bei Nachrichtenverbreitung

Gepostet von Björn Tantau am 10.02.15 15:05

Weltweit größtes soziales Netzwerk unverzichtbar, wenn es um Reichweite im Netz geht

Die technischen Universitäten von Darmstadt und Dresden untersuchen in regelmäßigen Abständen, in welchen sozialen Netzwerken Nachrichten verbreitet werden. Dabei wird auch der genaue Anteil der Verbreitung gemessen.

2012 wurde die Studie erstmals durchgeführt. Aus diesem Grund lässt sich mittlerweile nachvollziehbar feststellen, welche sozialen Netzwerke in der Beliebtheit der Internetuser steigen - und welche nicht.

Facebook hat sich seit Beginn der Studie stetig gesteigert, die Nachrichtenverbreitung in sozialen Netzwerken ist aber grundsätzlich stark gestiegen. Die Anzahl der geteilten Inhalte hat sich 2014 mehr als verdoppelt: 83 Millionen Mal wurden Nachrichten von den Usern verbreitet.

Keine Reichweite ohne Facebook

2013 waren es "nur" 40 Millionen Weiterleitungen. Allein diese Zahl zeigt, wie wichtig soziale Netzwerke zur Informationsbeschaffung und deren Verteilung geworden sind.

Facebook dominiert Social Media, wenn es um die Verbreitung von Nachrichten geht. Und weil damit immer auch mehr Reichweite erzeugt wird, muss das weltweit größte soziale Netzwerk in jeder sinnvollen Strategie von News-Publishern eine große Rolle spielen.

Schon 2013 hatte Facebook einen Anteil von 84,8 Prozent bei der Nachrichtenverbreitung in sozialen Netzwerken. 2014 hat sich dieser Wert auf 91 Prozent gesteigert.

Warum eine Monopolisierung kein Nachteil ist

Während Facebook profitiert, muss Konkurrent Twitter Federn lassen. Twitters Anteil sank von 12,4 Prozent (2013) auf 6,9 Prozent (2014).

Google+ hält sich 2014 mit 2,6 Prozent fast konstant auf dem Vorjahreswert (2,8 Prozent). Vor allem technikaffine Themen laufen auf Google+ nach wie vor am besten.

Die Studie spricht von einer möglichen Monopolisierung durch Google. Mit 91 Prozent Anteil am kompletten Volumen der Nachrichtenverbreitung liegt dieser Schluss nahe – wobei eine "Monopolisierung" nicht zwingend negativ sein muss.

Strategische Ausrichtung auf Facebook

Facebook ist in Deutschland unter den sozialen Netzwerken mit circa 30 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern unbestritten absoluter Platzhirsch. Wissenswert bei dieser Zahl: "Aktiv" bedeutet, dass über einen eingeloggten Account mindestens einmal in einem Zeitraum von 28 Tagen bewusst gehandelt worden sein muss.

Das Einloggen in einen Account gilt demnach noch nicht als Aktivität. Erst wenn nach dem Einloggen eine bewusste Handlung durchgeführt wird, erfolgt die Zählung als "aktiver Account".

Aus diesem Grund sind die offiziellen Nutzerzahlen von Facebook nachvollziehbar und sprechen für die tatsächliche Reichweite. Kein Wunder, dass vor allem Nachrichtenwebsites Facebook als wichtigsten Kanal für mehr Reichweite nutzen (und auch immer mehr darauf angewiesen sind).

Weltweit größtes soziales Netzwerk unverzichtbar, wenn es um Reichweite im Netz geht

Grafik: TU Darmstadt

Aufbau eigener Communities mit geteilten Inhalten

Geteilte Inhalte haben auf Facebook nicht nur die Aufgabe, mehr Reichweite durch direktes Anklicken von Links zu erzeugen. Mit solchen geteilten Inhalten vergrößern Sie auch Ihre Community auf Facebook vergrößern, weil die User grundsätzlich Inhalten, die von Freunden oder Bekannten geteilt werden, größere Beachtung schenken - und vor allem auch mehr vertrauen.

Deswegen ist es so wichtig, auf Facebook als Publisher mit vielen hochwertigen Inhalten vertreten zu sein. Nur so ist es mittel- bis langfristig möglich, bestehende User in der eigenen Community zu binden und neue zu gewinnen.

Je größer die eigene Community, desto gravierender der Einfluss von geteilten Inhalten über Facebook. Auf diese Weise können Sie immer mehr Reichweite erzeugen und wie die aktuelle Studie zeigt, werden die Chancen dafür immer besser.

Soziale Netzwerke als inhaltliche Verteilerkästen

Laut Studie konnte bisher das Angebot von Spiegel Online am meisten davon profitieren, dass viele geteilte Inhalte auf Facebook für mehr Reichweite sorgen. 2014 aber hat sich das geändert – mit 19,3 Millionen weitergeleiteten Inhalten war Bild.de im letzten Jahr die Website mit den meisten Shares auf Facebook.

Im Nachrichtenbereich ist Facebook also unverzichtbar. Weil aber nicht nur Publisher im Newsbereich von dieser Entwicklung profitieren, ist die aktuelle Entwicklung grundsätzlich für jede Website interessant, die jetzt und in Zukunft (mit Social Media) die eigene Reichweite ausbauen will.

So zeigt sich bereits jetzt, wie sich Social Media in diesem und in den kommenden Jahren entwickeln wird: Plattformen wie Facebook werden die großen Knotenpunkte, an denen die Inhalte verteilt werden, um möglichst viel Reichweite zu erzeugen.

Strategien allein reichen nicht

Um von dieser Entwicklung zu profitieren, ist definitiv eine sinnvolle Strategie notwendig. Welche Inhalte sollen auf welchem Kanal verbreitet werden – und wenn es sich bei diesem Kanal um Facebook handelt: Wie klappt das am besten?

Ziel einer solchen Strategie muss es immer sein, eine Marke, eine Dienstleistung oder ein Produkt so stark in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen, dass sich darum herum ein eigenes Ökosystem entwickelt. Facebook ist dafür ein mehr als passender Kanal und die aktuellen Zahlen zeigen, dass Facebook in den letzten Jahren enorm an Fahrt aufgenommen hat.

Trotz Strategie können Sie als Publisher oder auch als Advertiser aber nur dann effektiv profitieren, wenn Sie auch technisch und strukturell in der Lage sind, konsequent und ambitioniert auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken zu agieren. Der Einsatz von darauf abgestimmten Tools und Systemen ist also notwendig.

Titelbild: Artem Samokhvalov, Shutterstock.com

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